Wald bewegt - Wald, Sport und Politik handeln gemeinsam

Mit den Deutschen Waldtagen 2018 werben DOSB, Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Bundeslandwirtschaftsministerium für ein Miteinander von Waldbesitzern und Erholungssuchenden.

Das Gewinnerbild des Instagramwettbewerbs im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 schoss die 14-jährige Anne Resch aus Koblenz. Foto: Anne Resch
Das Gewinnerbild des Instagramwettbewerbs im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 schoss die 14-jährige Anne Resch aus Koblenz. Foto: Anne Resch

Immer mehr Sportlerinnen und Sportler bewegen sich in deutschen Wälder, deshalb forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf der Auftaktveranstaltung der Waldtage in Berlin: "Wir erleben eine Renaissance des Waldes, das tut allen Waldbesuchern gut. Aber der Wald kennt auch Regeln: Jeder Waldnutzer muss auch Waldschützer sein." DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte für den Sport: "Im Interesse der vielen aktiven Waldbesucher ist es gut, dass Wald und Sport miteinander reden. Beide Bereiche leben und leisten viel für unser Land und tragen zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei." Für den DFWR betonte dessen Präsident Georg Schirmbeck: "Der Wald ist für uns alle ein unglaublicher Kulturschatz und zugleich klimarelevant. Damit zukünftige Generationen das auch noch nutzen können, brauchen wir Unterstützung und Verständnis auch von Partnern wie dem DOSB." 

DOSB-Präsident Hörmann sicherte die Dialogbereitschaft sowohl der Dachorganisation und der Sportverbände, vor allem aber auch der im Wald aktiven Sportvereine zu.  

Auf 205 regionalen Veranstaltungen hatten die Deutschen Waldtage Sportaktive und Neugierige vom 14. bis 16. September zur Bewegung in den Wald geladen. Julia Klöckner, Alfons Hörmann und Georg Schirmbeck konnten von Berlin aus mit den Initiatoren einiger derartiger Veranstaltungen per Live-Schalte über mögliche Konflikte und über Strategien sprechen, wie sich diese vermeiden lassen. "Wir stecken Geld in unseren Wald, wir pflegen ihn und wir leben von ihm", so Schirmbeck. Verständnis für Sperrungen, Verhalten in Wildschutzzonen, Müllvermeidung seien elementare Bedürfnisse von Förstern und Waaldbesitzern. Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), ergänzte um die Dimension klimatischer Belastungen des Waldes. Die aktuelle Situation nach Dürre und Jahrhundertsommer sei dramatisch: "Bei uns brennt im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte." Dennoch sei die sportliche Nutzung möglich und gesellschaftlich wünschenswert. Ebenso wünschenswert sei aber auch ein Ausgleich für die Waldbesitzer, nicht per Eintrittsgeld, sondern beispielsweise als Steuererleichterung.

Prof. Ralf Roth, Forst- und Sportwissenschaftler/Deutsche Sporthochschule Köln lieferte Zahlen zum sportlichen Waldbesuch: Millionen aktive Sportlerinnen und Sportler nutzen 366.000 km ausgewiesene Sportstrecken und knapp 700.000 km Wege im deutschen Wald. Elmar Lakenberg (Vertreter der Forstchefs der Länder) nannte die Zahl von 2 Milliarden Waldbesuchen pro Jahr, mindestens und mit steigender Tendenz. Im Extremfall führten die gegenläufigen Interessen in der Vergangenheit bereits zu Forderungen nach einer Waldbenutzungsgebühr oder "Waldmaut". Davon ist aktuell keine Rede mehr: Die 2017 ins Leben gerufene "Bundesplattform Wald<s>,</s> – Sport, Erholung, Gesundheit" (WaSEG) hat alle Akteure an einen Tisch geholt und sich der Lenkung und Steuerung der Besucherströme unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen verschrieben.

Auch in Berlin klappte das mit der Gemeinsamkeit schon richtig gut: Eine gemeinsame Mountainbike-Tour mit der Ministerin und den beiden Präsidenten aus Sport und Forsten, gern in Klöckners Heimat, vom Weinberg in den Wald, so Alfons Hörmann, das wäre doch ein erstrebenswertes Event für die nächsten Deutschen Waldtage

Auf regionalen Sportveranstaltungen laden die Deutschen Waldtage Aktive und Neugierige am Wochenende zur Bewegung in den Wald - was wann wo findet sich hier.

(Quelle: DOSB)


  • Das Gewinnerbild des Instagramwettbewerbs im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 schoss die 14-jährige Anne Resch aus Koblenz. Foto: Anne Resch
    Das Gewinnerbild des Instagramwettbewerbs im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 schoss die 14-jährige Anne Resch aus Koblenz. Foto: Anne Resch
  • Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Foto: DOSB
    Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Foto: DOSB
  • Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes; Foto: DOSB
    Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes; Foto: DOSB

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